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Aprikosen & Pfirsiche

Wer schon einmal den Vergleich zwischen einem frisch gepflückten sonnenverwöhnten Pfirsich und einem harten, fad schmeckendem aus dem Supermarkt vorgenommen hat, möchte eigentlich nur noch reife Pfirsiche direkt vom Baum essen. Das ist möglich, wenn man einen eigenen Baum im Garten hat. Pfirsiche sind herrlich saftige Früchte mit einer samtweichen Schale, der sprichwörtlichen Pfirsichhaut. Manch einer mag diese Haut aber gar nicht, findet sie „pelzig“ und schält die Pfirsiche vor dem Essen oder greift gleich zu der glatten Variante, der Nektarine. Was ist nun aber der Unterschied zwischen diesen beiden? Und ist die Aprikose nur ein kleiner Pfirsich oder ist sie gar mit den Mirabellen verwandt, wie ihr bairischer und österreichischer Name „Marille“ und ihre gelbe bis orange Farbe vermuten lässt?

 

Die Herkunft von Aprikose, Pfirsich und Nektarine

Zuerst einmal sind alle eben genannten Obstsorten Früchte von Obstbäumen, die zur Familie der Rosengewächse, Gattung Prunus, gehören. Außerdem zählen sie alle zum Steinobst. Um es gleich vorwegzunehmen – die Mirabelle gehört wissenschaftlich gesehen zu den Pflaumen. Ihr Anbaugebiet liegt in Europa und Nordafrika, während Pfirsiche und Aprikosen aus Asien kommen. Im Süden des Tarimbeckens im heutigen China werden Pfirsiche schon seit tausenden von Jahren kultviert, auch wenn der lateinische Name, Prunus persica, etwas anderes vermuten lässt. Alexander der Große brachte den Pfirsichbaum mit nach Europa. Auch die Nektarine (Prunus persica var. nucipersica) war auch schon in Asien in aller Munde, bevor sie im 17.?Jahrhundert nach England kam. Über den Ursprung der Aprikose (Prunus armeniaca) wird noch diskutiert. Neben Armenien führt die genetische Spur auch nach Indien und China.

 

Welchen Baum für meinen Garten?

Grundsätzlich sind sowohl Aprikosen als auch Pfirsiche und Nektarinen für einen warmen Standort dankbar. Sie benötigen Wärme und viele Sonnenstunden, um ihre Früchte zur vollen Reife bringen zu können. Bewährt hat sich dabei ein windgeschützter, sonnendurchfluteter Platz, zum Beispiel im Garten fassadennah oder im Kübel in einem großen Wintergarten. Man sollte nicht die Südseite wählen. Diese hat zwar die meisten Sonnenstunden, aber der Baum würde im Frühjahr zu früh aufblühen und Frostschäden an den Blüten erleiden. Die Pflanzen lieben lockere, eher sandige und wärmespeichernde Böden und sind empfindlich gegen Staunässe. 

 

Pfirsich- und Nektarinenbäume können eine Höhe von 8?m erreichen, Aprikosen sogar 10?m, aber es gibt sie auch in kleinen, kompakten Formen, die nicht so viel Platz benötigen und sogar auf Balkon und Terrasse angepflanzt werden können.

 

Wie pflegt man einen Aprikosen- oder Pfirsichbaum?

Aprikosen-, Pfirsich- und Nektarinenbäume wachsen sehr generativ orientiert, bringen also jedes Frühjahr sehr viele Blütenknospen hervor. Will man später die Anzahl der Früchte nicht per Hand ausdünnen, muss man im Frühjahr alle Triebe zurückschneiden. Die Bäume sind empfindlich gegen die Kräuselkrankheit, eine Pilzart, welche die Blätter absterben lässt. Dagegen hilft am besten eine Fungizid-Behandlung der Bäume im Februar, kurz bevor die Knospen zu schwellen beginnen. Hat man dies versäumt, wird angeraten, die befallenen Blätter per Hand abzusammeln und zu vernichten, damit die Pilzsporen sich nicht ausbreiten können. Einige Sorten, zum Beispiel der Pfirsich Benedicte, sind weniger anfällig für die Blattkräuselkrankheit.